Konz

 

Stadt Konz, Landkreis Trier-Saarburg
ca. 18200 Einwohner

 

Wo die Saar in die Mosel mündet, haben schon in der Bronzezeit Menschen gelebt. Die Römer bauten für ihre Straße von Trier nach Metz eine sechsbogige Steinbrücke mit zwei Türmen über die Saar. Kaiser Valentinian I. (364-375) erkannte den landschaftlichen Reiz des Platzes über den zwei Flüssen in der Nähe der Metropole Augusta Treverorum (Trier) und ließ auf der Anhöhe eine prunkvolle Villa von gut 80 x 38 m Ausdehnung errichten, die ihm als Sommerresidenz diente. Von hier aus wurde ein Weltreich regiert, aber nach dem Frankensturm verfiel auch die prächtige Villa und im Mittelalter wurde dort eine Kirche errichtet. Aus dem keltischen contionacum entstand Konz, das erst mit der Entwicklung der Eisenbahn wieder von seiner verkehrsgünstigen Lage profitieren konnte. Die Linien von Saarbrücken, Metz, Luxemburg und aus dem Sauertal trafen sich hier mit der Verbindung nach Trier, Eisenbahnbrücken überspannen seitdem Mosel und Saar.

Das »Eisenbahnerdorf Karthaus« und die Gemeinde Konz entwickelten sich weiter. Konz erhielt 1959 die Stadtrechte und ist (u.a. durch die Eingliederung von Kommlingen, Filzen, Könen, Mennig und Oberemmel auf eine Zahl von 18.000 Einwohnern gewachsen) Mittelzentrum und zweitgrößte Stadt neben der Stadt Trier im Regierungsbezirk.

Die Stadt bietet sich an als Ausgangspunkt für die Besuche des Saartals und der Obermosel, des Sauertals und des Großherzogtums Luxemburg.

In Konz selbst finden sich bei der Pfarrkirche St. Nikolaus die Reste der Villa Valentinians I. In der Krypta sind Reste des Heizungssystems zu besichtigen. Als Erinnerung an die Entwicklung des modernen Konz ist das Dampflokdenkmal zu verstehen, das eine Lokomotive der Baureihe 064 zeigt, die seinerzeit im Mosel-Hunsrück-Raum sehr verbreitet war.

Der Stadtteil Karthaus hat seinen Namen nach einem ehemaligen Kloster, der Kartause, die 1680 errichtet wurde. Wenn das Kloster auch 1794 von den Mönchen aufgegeben und 1804 auf Abriss versteigert wurde, so ist es doch in seinen wesentlichen Teilen erhalten und renoviert worden.

Das beeindruckend hohe, einschiffige Kirchengebäude und die Reste des Kreuzgangs mit den erhaltenen Gebäuden lohnen den Besuch.

Etwas außerhalb der Stadt liegt das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, für dessen Besichtigung man schon etwas Zeit einplanen sollte. Ein modernes Museumskonzept vermittelt Geschichte durch die Darstellung der Lebens- und Arbeitsumstände unserer Vorfahren in den vergangenen Jahrhunderten. Besonders interessant sind die Vorführungen alter Arbeitstechniken, wie zum Beispiel der Flachsbearbeitung, im historischen Umfeld.

Die aufgestauten Wasserflächen von Mosel und Saar machen Konz zu einem Zentrum des Wassersports. Ein Yachthafen für die Sportboote liegt nahe bei der Saarmündung und im Sommer beleben Jollensegler und Windsurfer die beiden Flüsse.

 

Oberemmel

Oberhalb von Wiltingen, auf halbem Weg ins Konzer Tälchen, liegt in weiter Talaue und eingerahmt von seinen Weinbergen Oberemmel. Embilacum hieß es in treverischer Zeit, was soviel wie sumpfige Flussaue bedeutete. Das Winzerdorf ist heute Stadtteil von Konz, hat sich seinen eigenen Charakter aber durchaus bewahrt.

Dazu gehören schöne, alte Weinhöfe in ruhigen Straßen und ein reizvolles Umfeld von Weinbergen, saftigen Wiesen und den Wäldern, die in den Hunsrück führen.

 

Könen

Etwas von der Saar entfernt und erhöht gelegen, breitet sich Könen, ehemals Dorf und heute Stadtteil von Konz, unterhalb bewaldeter Höhen aus. Aus dem kleinen Ort hat sich ein Stadteil mit Wohnsitz- und Gewerbefunktion entwickelt, der aber im Kern dörflich geblieben ist.

Als besondere Attraktion gilt der Segelflugplatz auf der Höhe über Könen, der es möglich macht, die schöne Landschaft zwischen Saar und Mosel nicht nur zu Lande und zu Wasser, sondern auch aus der Luft zu erleben.

 

Filzen-Hamm

Der kleine »Stadtteil« von Konz, Filzen-Hamm, besteht aus zwei Teilen. Der Weiler Hamm liegt im Saarbogen (daher »Hamm«) direkt am Fluss und hatte früher als Fährort einige Bedeutung. Die Fähre ist durch die Brücke in Kanzem überflüssig geworden und der Verkehr geht nun andere Wege.

So liegen heute die wenigen Häuser mit dem Kirchlein friedlich am Ende einer Sackgasse direkt am Fluss. Gegenüber mündet mit seiner Schleuse der Saarkanal, der hier wieder ins alte Flussbett zurückfindet.

 

Konzer Tälchen

In einem alten Flusstal der Mosel liegen drei Weinorte, die heute Stadtteile von Konz sind, ihren eigenen Charakter aber durchaus bewahrt haben. Drei friedliche Winzerdörfer: Niedermennig, Obermennig und Krettnach haben im weiten, fruchtbaren Tal Wiesen und Äcker, während sich auf den günstigen Hängen die Weinreben (überwiegend Riesling) bis zum Wald auf der Höhe hinziehen.

Es ist eine sanfte Landschaft, hier zwischen Saar und Mosel, zu deren weichen Linien die erholsame Ruhe der drei kleinen Dörfer genauso passt, wie das milde Klima der Weinregion.

Jenseits der Höhe beginnt das Ruwertal und auch zu den dunklen Rücken des Osburger Hochwaldes ist es nicht weit.

Auf dem Weg dorthin halb zur Mosel halb zum Hunsrück liegt die Gemeinde Pellingen.

 

Aktivitäten in Konz

Besuch im Roscheider Hof.

Besuch der römischen Tempelanlage

Segelfliegen

Wandern auf dem Moselsteig

 

moselaufwärts nach Igel moselabwärts nach Trier

 

saaraufwärts nach Kanzem Ausflug ins Saartal