Kobern-Gondorf

 

Ortsteil von Kobern-Gondorf, Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, Kreis Mayen-Koblenz
ca. 3150 Einwohner, 2836 ha, davon 43 ha Weinbau u. 710 ha Wald

 

Der Goloring oberhalb von Kobern ist eines der ältesten Heiligtümer unserer Region. Er entstand in der Hallstattzeit (1200-600 v. Chr.) und ist ein Zeugnis für die lange, kontinuierliche Besiedlung des Moselraumes. In Kobern fanden sich keltische Reste und in der Römerzeit stand hier ein wichtiges Kastell, in dem u. a. der Feldherr Germanicus samt Familie (Sohn Caligula wurde später Kaiser) zeitweise lebte.

Auf dem Berggrat über Kobern findet man die Ruine der Niederburg.

Ein Schüler des heiligen Maximin, der heilige Lubentius betreute schon im 4. Jahrhunder eine frühchristliche Gemeinde in Kobern. Seine Gebeine wurden später hier aufbewahrt und verehrt. St. Lubentius Kirche

Noch wichtiger für den Ort war allerdings der Kopf des Apostel Matthias, den der Kreuzritter Heinrich II. von Isenburg-Kobern in Damiette in Unterägypten entwendet und 1221 mitgebracht hatte. Matthiaskapelle

Für diese Reliquie wurde eine spätromanische Kapelle errichtet, die in Grundriss und Form deutlich vom Orient beeinflusst ist.

Sie liegt hoch über dem Ort auf dem Berggrat, den unterhalb noch weitere Ruinen (Unterburg) schmücken. Im Ort selbst ist vor allem der Marktplatz mit den umliegenden Gassen sehenswert. In der Kirchstraße 1 steht das wahrscheinlich älteste erhaltene deutsche Fachwerkhaus aus dem Jahre 1321. 

Geschichtsträchtig sind beide Teile des Doppelortes Kobern-Gondorf, aber Contrua (Gondorf) wird 562 von Venantius Fortunatus als einziger Ort in seinem Moselgedicht erwähnt.

Das eindrucksvolle Wasserschlösschen von der Leyen hat durch die Verkehrsentwicklung arg gelitten. Schon beim Eisenbahnbau im vorigen Jahrhundert wurden Teile des Baukomplexes zerstört, die neue Schnellstraße macht die Burg zum Doppeltor, durch das der Verkehr rauscht.

Nicht weit davon steht die 1859-61 erbaute, in neoromanischen Stil nachempfundene Burg des Baron von Liebieg mit Park und Nebengebäuden, Schloss Liebieg. Hier wurden 1878-90 eintausendvierhundert römische und fränkische Gräber mit unzähligen kostbaren Beigaben freigelegt.

Im Ortskern von Gondorf liegen reizvolle alte Fachwerkbauten und eine sehenswerte romanische Kirche.

 

Aktivitäten in Kobern-Gondorf

Wandern auf dem Traumpfad Koberner Burgpfad oder dem Tatzelwurmweg.

Führung durch den Nobertusstollen

Besuch im Wein- und Heimatmuseum

Boulespielen im Freizeitgelände

Kegeln im Landgasthof

 

Gondorf um 1830

Kobern um 1830

 

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