Burgen (Untermosel)

 

Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, Kreis Mayen-Koblenz
ca. 760 Einwohner, 1128 ha, davon 6 ha Weinbau und 756 ha Wald

 

An der Mündung des idyllischen Baybachtales, das sich weit in den Hunsrück hineinschlängelt, liegt das Moseldorf Burgen. Der Bach teilt den Ort, und früher war der moselabwärts liegende Ortsteil Rohm eine selbständige Gemeinde. Von der anderen Moselseite schaut die Burg Bischofsstein mit ihrem charakteristischen, weißen Ringen am Bergfried auf den Ort herab.

Bei Burgen führte eine römische Straße vom Maifeld in den Hunsrück über die Mosel. So ist es kein Wunder, dass man, neben Kleinfunden aus jener Zeit, auch römische Siedlungsreste gefunden hat, u.a. Teile einer Wasserleitung. Auch eine fränkische Besiedlung ist durch Grabfunde belegt.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Burgen 928 in einem Handel des lothringischen Herzogs Giselher mit dem Trierer Erzbischof Routger. Im Mittelalter gehörte der Ort dem Kollegialstift von Münstermaifeld. Die Kirche von Burgen war bis ins 17. Jahrhundert nur Kapelle, erst seit 1627 ist sie eine selbständige Pfarrei, die ein eigenes Tauf- und Traubuch führt.

Die politischen Strukturen waren damals sehr kompliziert. Burgen gehörte zum »dreiherrlichen Beltheimer Gericht«, in dem die Landes- und Gerichtshoheit zur Hälfte Kurtrier, zu einem Viertel Zweibrücken und zu einem weiteren Viertel den Herren von Metternich-Beilstein als Lehnsträger von Trier zustand.

Zeugen aus jener Zeit sind die Zehnthäuser der Waldecker und der Eltzer, die erhalten sind, aber auch die das Dorfbild beherrschende Pfarrkirche St. Sebastian. Die gegenüberliegende Burg Bischofsstein steht in halber Höhe auf einem Felsgrat und wurde im 13. Jh. zum Schutz des Moselüberganges gebaut. Nach der Zerstörung in den Reunionskriegen Ludwig XIV. wurde sie im 20. Jh. wieder aufgebaut und dient heute als Landschulheim. Unterhalb der Burg, wo schon zu keltischen Zeiten ein Heiligtum gestanden haben mag, liegt die alte Wallfahrtskapelle Unterbischofstein.

 

Aktivitäten in Burgen

Wander durch das Baybachtal z.B. auf dem Borjer Ortsbachpädche, dem »Forellenweg« oder zum »Maringelblick«

 

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