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Kröv um 1830

 
Auszug aus dem Buch »Mit Carl Bodmer von Trier nach Koblenz«
 
Krov 1830 12
 
Die Richtung des Flusses bringt uns weiter nach Kröv, (Gasthof: bei Comes) dem uralten Hauptorte des Kröverreiches, einem Marktflecken, der sich auf dem fremdlichen Vorland des linken Moselufers gar behaglich ausgebreitet hat. Die zahlreiche Einwohnerschaft, an anderthalbtausend Köpfe stark, beschäftigte sich vorzugsweise mit der Weinkultur, wobei sie sich als höchst verständige Landwirte bewähren. Sie haben ihren Bau mehrenteils auf den Riesling gestellt, und erzielen, bei ebensoviel Sorgfalt als Fleiß, ein Produkt, das zu den besseren Mittelweinen gerechnet wird, zum Teil aber wirklich ganz ausgezeichnet ist. Als den vorzüglichsten Disrikt betrachtet man die verschiedenen Lagen des Niederberges, wo die feineren Weine gewonnen werden. Die ganze Kreszenz der Kröver Gemarkung mag in vollen Jahren an Tausend Fuder geschätzt werden. Kröv war ein königliches Kammergut, oder vielmehr, wie auch Piesport, ein Allodium des Carolingischen Hauses, nach dessen Abgang es an den Fiskus kam. Später erscheint es als eine unmittelbare Reichsdomäne, die zunächst unter der Verwaltung der Pfalzgrafen zu Aachen stand, dann aber den Reichshöfen zu Boppard und Cochem untergeben wurde. Das Kröverreich, oder des Reichs Recht, bildete sich, außer dem Hauptorte Kröv, nacheinander aus den Ortschaften Kinheim mit Kindel, Erden, Kinderbeuern (Kynheymerburen), Fetzhof (Hetzhof), Bengel, Reil und Kevenich (Kövenig), die man sich mit ihren Zugehörungen zwar als kein fest geschlossenes Gebiet, aber doch als eine eigentümliche Genossenschaft mit besonderen Rechten und Verpflichtungen zu denken hat.