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Burg Eltz um 1830

 
Auszug aus dem Buch »Mit Carl Bodmer von Trier nach Koblenz«
 
Burg Eltz 1830 22
 
Die Wanderung beginnt an der gedachten Brücke vor Moselkern, die einen sehr malerischen Standpunkt darbietet. Der Weg, den wir betreten, geleitet uns in ein waldiges Gebirgstal, dessen Charakter mit der offeneren Moselgegend nur wenig gemein hat, und dessen zahllosen Windungen rechts und links wir zu folgen genötigt sind. Der Bach, von dem der Talgrund den Namen hat, wird in dem engen Raum bald an diesen, bald an jenen Uferrand gedrängt; oft aber verbreitet er sich über die ganze Fläche des Grundes. Endlich, nach einer Stunde Weges, erblicken wir, mitten in dem Bergkessel, auf einer steilen Felsenkuppe, der äußersten Spitze einer vom Gebirge auslaufenden Landzunge, die alte Feste, das in der Trierischen Geschichte vielberühmte Schloss Eltz, ein Bauwerk, ohne ganz Ruine zu sein, in seinen einzelnen Teilen dem Verfall nahe genug, Reste eines alten Herrensitzes, dessen glanzreiche Tage vorübergegangen sind. Ein Fahrweg, nicht viel bequemer als der steile Fußpfad, der sich an dem Abhang der Klippe hinaufwindet, bringt uns an den finsteren Eingang und durch diesen in den engen, von hohen Gebäuden noch mehr verdüsterten Schlosshof, von woher uns vergönnt ist, einen Blick in den vormaligen Burghaushalt zu tun. Die inneren Räumlichkeiten, so weit sie bewohnt und noch im Gebrauche sind, bieten manches Interessante, was immer noch der Betrachtung wert ist: uraltes Gerät, Bilder, Waffen, und was sonst noch in alten Burghäusern seine Stelle finden mag. Das Interessanteste besteht jedoch darin, dass diese Räumlichkeiten mit ihrer ehemaligen Ausstattung durch so viele Stürme der Zeiten in unsere jetzige Existenz herübergerettet werden konnten. Der Burggarten, wenn man die kleine Terrasse, auf die man aus dem Schlosshofe gelangt, mit diesem Namen belegen will, bietet eine vortreffliche Aussicht in den anmutig stillabgeschlossenen Talgrund, durch welchen sich das Eltzflüsschen um den Burgenfelsen herum seinen Weg gebahnt hat.