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Burg Arras um 1830

 
Auszug aus dem Buch »Mit Carl Bodmer von Trier nach Koblenz«
 
Burg Arras 1830 17
 
Die herrrlichen Umgebungen der Alfmündung, die Nähe der Marienburg und der so eben erst beschriebenen Ortschaften, das Prinzenköpfchen am äussersten Ende der Marienburger Höhe, da, wo sie mit dem Reiler Hals in Verbindung steht, die Burg Arras mit dem zu ihren Füssen ausgebreiteten Höllentale, der Alfgrund in seiner ganzen Ausdehnung bis gegen Bengel und Springiersbach, das Uesbachtal bis zu dem naheliegenden Badeorte Bertrich, Alles zusammengenommen macht den Flecken Alf zu einem Haupt- Ruhepunkt für den Moselfahrenden ganz besonders geeignet. Wohleingerichtete Gasthöfe (bei Theissen in der Post, bei Mentges und bei Maas) tragen dazu bei, den Aufenthalt in einer so interessanten Gegend noch angenehmer zu machen. Für jede andere Bequemlichkeit des Wanderers ist ebenfalls reichlich gesorgt, und die Zukunft lässt bei der zunehmenden Lebhaftigkeit des Verkehrs noch mehr erwarten. Die Eiljacht berührt Alf bei der Bergfahrt Montags und Donnerstags um neun Uhr Vormittags, bei der Talfahrt dagegen Montags und Freitags um acht Uhr. Für einen Einspänner nach Bertrich berechnet Herr Theissen 1 Thlr; nach Lutzerath oder Trarbach 1 2/3 Thaler, für einen Zweispanner nach Bertrich 1 2/3 Thaler, nach Lutzerath oder Trarbach 2 2/3 Thaler. Das hohe Altertum des Fleckens lässt sich kaum bezweifeln; am Eingang eines so wichtigen Tales, wo sich die sonst viel benützte Strasse über den Reiler Gebirgshals nach dem Moselgrunde senkt, war Alf, militärisch und merkantilisch betrachtet, ein viel zu bedeutender Punkt, als dass man ihn zu einer Zeit hätte unbeachtet lassen sollen, wo man bereits die Bertricher Quellen kannte und benützte.