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Trier
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Ihre Gastgeber in Trier
  

  
Trier - Stadt der Kirchen
Trier ist mit kurzer Unterbrechung nach 1800 einer der ältesten Bischofssitze Deutschlands. In dem überwiegend katholischen Trier hat natürlich auch jeder Stadtteil seine Kirche; hinzu kommen noch einige evangelische Kirchen, als bedeutendste die Basilika, eine Synagoge und Gotteshäuser der verschiedensten Gemeinschaften. Hier soll nur die Rede sein von einigen historischen Kirchen, wobei die Auswahl wiederum unvollständig und mehr oder weniger willkürlich ist. Fangen wir im Norden Triers an. Hier steht St. Paulin, eine farbig gestaltete und daher auch äußerlich auffällige Kirche der Rokokozeit. Sie wurde 1734-51 nach Plänen Balthasar Neumanns errichtet. Der Hochaltar stammt von Ferdinnand Tietz, das sehenswerte Deckengemälde von Scheffler.
An der Porta Nigra erinnert noch der Ostturm mit der Apsis daran, daß sie von etwa 1000 bis 1800 Kirche war. Dom und Liebfrauen sind als Doppelkirchenanlage des frühen Mittelalters anzusehen, die in die prachtvolle Villenanlage der Kaiserinmutter Helena hineingebaut wurden.

Am Dom finden sich Stilelemente von der Römerzeit bis in die Moderne; er ist daher eine architektonische Sehenswürdigkeit. Wer den Dom besucht, sollte auch dem nahen Bischöflichen Museum in der Windstraße einen Besuch abstatten, wo sich die restaurierten Deckengemälde befinden, die man in Bruchstücken unter dem Dom fand. Sie stellen gewissermaßen das Familienalbum der damaligen kaiserlichen Familie dar. Mit dem Heiligen Rock besitzt der Dom eine Reliquie besonderer Art. Im Domkreuzgang ruhen Trierer Bischöfe. Die kleinen Gäßchen im Umfeld des Domes stellten im Mittelalter einen eigenen Bezirk, die Kurienhäuser, dar, der auch heute noch seinen Reiz auf uns ausübt und mit Namen wie "Siehumdich" und "An der Meerkatz" uns zu Spekulationen Anlass gibt. Und Kinder dürfen auch heute noch auf dem Domstein herumrutschen, dieser römischen Säule, die dick und glänzend vor dem Eingang liegt.

Des Doms Zwilling "Liebfrauen und St. Laurentius" fällt durch seine oktogonale Bauweise im Innern auf und beeindruckt durch sein reich verziertes Portal.

In Domnähe befindet sich in einer Seitenstraße versteckt das kleine Welschnonnenkirchlein, auch dieser Name ist Programm. Ein Rokokoportal an der Südseite des Marktes führt zur Marktkirche St. Gangolf, im 15. Jahrundert von den Trierer Handwerkerfamilien in Konkurrenz zum Kurfürstlichen Dom erbaut und in praktischem Handwerkersinn mit einem hohen Turm ausgestattet, von dem aus der "Türmer" die Stadt überblicken und Feuer oder sonstige Gefahren melden konnte. Die stolzen Handwerksmeister bauten ihn um einen Stock höher als die Türme des Domes, worauf der Bischof mit wenigstens einem Domturm nachziehen musste!

In wenigen hundert Metern Entfernung liegt die Basilika. Einst römische Empfangshalle des Kaisers ist sie heute evangelische Christuskirche. Trotz ihres schmucklosen Inneren fasziniert die Palastaula Kaiser Konstantins durch ihre Formen und Proportionen. Auch ein Gang in ihren Kellerbereich bei einer Dienstagsführung ist lohnenswert. Die Jesuitenkirche mit dem Grab des Kämpfers gegen den Hexenwahn, des Jesuitenpaters Friedrich Spee von Langenfeld, darf nicht unerwähnt bleiben.

Im südlichen Trier steht die mit einer barocken Fassade versehene aber wesentlich ältere St. Matthiaskirche mit dem Grab des Apostels . Hier liegt sicherlich eine von mehreren Keimzellen des spätrömischen christlichen Trier. Die zahlreichen kleinen Kirchlein wie z.B. St. Simon und Judas in Pallien oder die moderneren, mittlerweile schon wieder Baugeschichte gewordenen wie St. Paulus sollen hier nur beispielhaft erwähnt werden. Triers Kirchen aufzulisten, würde Seiten füllen.


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