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Trier
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Ihre Gastgeber in Trier
  
  

In Nähe der Südallee liegen Barbarathermen, Kaiserthermen, Viehmarktthermen und Amphitheater. Die Barbarathermen sind um 140 n.Chr. anstelle älterer Wohnhäuser entstanden. Sie sind zu den größten und nach ihrer Ausstattung wohl reichsten Badeanlagen des römischen Weltreiches zu rechnen. Hier wechselten Kaltwasser-, Warmluft- und Warmwasserbäder mit Aufenthalts-, Massage- und Gesellschaftsräumen ab, die alle durch ein raffiniertes technisches System von Fußboden- und Heißluftschächten geheizt wurden - unterirdisch ohne den Badebetrieb zu stören. Es versteht sich, daß die Räume mit Mosaiken und Statuen aufs prachtvollste ausgestattet waren. In nachrömischer Zeit dienten sie ab dem 5. Jahrhundert als Schutzburg der "Herren de Ponte" für den Moselübergang. Die späteren Jahrhunderte benutzten sie als Steinbruch, sodass nur mehr Fundamentmauerwerk erhalten ist.

Auch die Kaiserthermen zählten zu den größten des römischen Reiches. Von ihnen sind heute noch beachtliche Aufbauten erhalten. Ihre Entstehung steht im Zusammenhang mit der Erhebung des römischen Trier zur Kaiserresidenz zur Zeit der Reichsreform Diokletians (286 n.Chr.). Unter Valentinian I. (364-375) scheinen sie als Forum (Versammlungsraum) benutzt worden zu sein.

Der Einbeziehung in die mittelalterliche Stadtmauer ist es zu verdanken, daß im südöstlichen Bereich die fast 20 m hohen Mauern des Warmwasserbades erhalten sind. Das Fenster eines römischen Badehauses war eintausend Jahre später groß genug, das Stadttor einer Kurfürstenresidenz zu bilden. Interessant ist auch der Gang durch die unterirdischen Teile der Kaiserthermen.

In ihrer Nähe liegt am Fuße des Petersberges das Amphitheater. Auf den Rängen rund um die Arena hatten etwa 18.000 Zuschauer Platz. Das weist uns auf die Größe Triers und die Besiedlung des Hinterlandes in römischer Zeit hin. Unter der Arena befindet sich ein kreuzförmiger Keller, der wohl bei den grausamen Spielen die Leichen aufnahm, aber auch über eine Hebebühne verfügte. War die Anlage in römischer Zeit Teil der Stadtbefestigung, so lag sie im Mittelalter außerhalb der Mauern. Das Gelände der Arena wurde Weinberg- und Gartenland.

Stadteinwarts liegt der rote Ziegelsteinbau der Basilika. Es ist der Hauptbau einer römischen Repräsentationshalle. Sie wurde um 310 n.Chr. gebaut und bildete mit Seitenhallen und Vorhalle den Mittelpunkt des konstantinischen Palastes. Der Ziegelbau war wohl ursprünglich rot verputzt, innen mit Mosaikfußböden, Marmorverkleidung und Wandmalereien versehen. Es war wirklich ein prachtvolles Haus des Reiches, würdig, einem Kaiser bei seinen Repräsentationspflichten zu dienen.

Auch der Dom weist römische Bauteile auf. Die ursprüngliche spatrömische Anlage erstreckte sich bis zum Hauptmarkt, wie neuere Grabungen bestätigen.


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