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Älteste Stadt Deutschlands nennt Trier sich stolz - und feierte 1984 das 2000 jährige Jubiläum der Stadtgründung. Das alte Augusta Treverorum, die Augustus-Stadt im Trevererland, war einer der wichtigsten Verwaltungssitze des römischen Imperiums und bedeutendste Stadt Deutschlands zu römischer Zeit.
Doch heimlich denken die Trierer noch viel weiter zurück, als nur bis zur Zeitwende. Da gibt es diese alte Inschrift am "Roten Haus": Ante Romam Treviris stetit annis mille trecentis perstet aeterna pace fruatur. "Vor Rom stand Trier dreizehnhundert Jahre, möge es weiter bestehen, sich ewigen Friedens erfreuend." Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für diese kühne These, lokalpatriotische Phantasien beflügelt sie allemal.
Immerhin weiß man, dass die Treverer schon vor der römischen Eroberung städtische Siedlungen bauten und im Zuge eines ausgedehnten Straßennetzes auch Brücken über die Mosel errichteten.
(Seite über das keltische Trier)
Ja, wenn die Inschrift der Wahrheit entspräche, hätte Trier schon die 4000-Jahrfeier hinter sich ...
In Deutschland, ja selbst im Rheinland, liegt Trier am Rand. Europäisch gesehen hat es aber durchaus eine günstige Lage und ist Einkaufsstadt für Eifel, Moselland und Hunsrück, für Teile des Saarlandes, Luxemburgs und Lothringens.
So gibt es in der schön am Fluss liegenden kleinen Großstadt Bezüge zur Geschichte von mindestens zwanzig Jahrhunderten und die Touristenwerbung lädt durchaus berechtigt zum Rundgang ein: "2000 Schritte -2000 Jahre."
Das römischeTrier
Wenn Trier auch Baudenkmäler aus allen Epochen aufzuweisen hat, so ist doch die römische hier wie nirgendwo sonst in Deutschland vertreten; denn Trier war in spatrömischer Zeit wichtiger Verwaltungssitz und Kaiserresidenz. Das römische Trier war erheblich größer als das mittelalterliche, das durch den Alleenring gekennzeichnet ist. Aber auch für einen Rundgang auf den Spuren der Römer mag dieser ein wichtiger Anhaltspunkt sein. Von Norden her betrat man das römische Trier durch die Porta Nigra; sie ist das einzige erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen - was sie ihrer zeitweisen Umfunktionierung als Kirche verdankt. Von den vier Toren des alten "Augusta Treverorum" ist sie als einziges erhalten geblieben.
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Stadttore und Stadtmauer des römischen Trier wurden nach einem Germaneneinfall gegen Ende des 2. Jahrhunderts erbaut. Der unvollendete Eindruck der Porta Nigra rührt daher, dass man die Gerüste der Steinhauer schnell abbaute, da sie bei der Belagerung während des Aufstandes des Clodius Albinus gegen Kaiser Septimius Severus (197 n.Chr.) hinderlich waren. Nach der Niederwerfung des Aufstandes wurden sie nicht mehr aufgebaut. Nachdem sich der Einsiedler Simeon in der Porta Nigra hatte einmauern lassen (1028) und Erzbischof Poppo von Babenberg hier eine Doppelkirche einrichtete (1034) überstand die Porta Nigra in völlig veränderter Form die Jahrhunderte: Oben war eine Kirche für die Geistlichkeit des anschließenden Stiftes St. Simeon (heute Stadtmuseum) eingerichtet worden, im Mittelgeschoss befand sich eine kleine Kirche für die Laien, während man das Untergeschoß zugeschüttet und eine Freitreppe bis zum Mittelgeschoss angelegt hatte. Napoleon I., weniger an Kirchen als an dem römischen oder vermeintlich gallischen Monument interessiert, ließ die Porta Nigra 1804 wieder auskernen. Die Arbeiten wurden dann in preußischer Zeit fortgeführt. Seit 1968 fanden umfangreiche Sicherungsarbeiten (Schutzdach für Ostturm und romanische Chorapsis) statt.
Dem Alleenring folgend gelangt man zur Mosel mit der Römerbrücke. Im Jahre 41 n.Chr. wurde über die Mosel eine Pfahlrostbrücke aufgeschlagen - wie die Jahresringforschung (Dendrochronologie) festgestellt hat. Diese Brücke wird in der antiken Literatur im Zusammenhang mit dem Bataveraufstand des Jahres 70 n.Chr. erwähnt. Etwa hundert Jahre später wurde wenige Meter oberhalb die heutige Steinpfeilerbrücke errichtet. Durch bauliche Veränderungen späterer Zeit wurde die Brücke von ursprünglich neun auf sieben Pfeiler verkürzt. Erst zur Zeit des Trierer Kurfürsten Erzbischofs Balduin von Luxemburg wurde die Holzkonstruktion der Fahrbahn durch eine Steinwölbung ersetzt. Die Brücke ist auch heute noch den Belastungen des modernen Straßenverkehrs gewachsen.
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