|
Seit der frühen Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln haben Zeltingen und Rachtig die gleiche politische Entwicklung genommen. Dabei war Rachtig im Mittelalter der größere Ort, der vor allem durch den Leder- und Weinhandel zu Wohlstand kam. Mit schweren, zweirädrigen Karren transportierten die Händler den Moselwein durch die Eifel bis in die Niederlande. Im Gegenzug brachten sie Leder auf den großen Rachtiger Ledermarkt, nachdem sie bei Machern die Mosel überquert hatten. Wichtigster Grundbesitzer in der Feudalzeit war der Ritterorden der Deutschherren, die 1247 hier ein großes Weingut gründeten. Erst durch die Pest im 17. Jahrhundert verlor Rachtig seine führende Position an den Nachbarort Zeltingen.
|
|
Während heute die Doppelgemeinde wie das gesamte Moseltal auf Weißweinproduktion ausgerichtet ist, war Rachtig im Mittelalter berühmt wegen seines Rotweins, den es bis ins 18. Jahrhundert ausschließlich produzierte.
Im Ort beeindruckt neben dem Turm der Marienkirche vor allem der gut erhaltene Deutschherrenhof.
|