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Koblenz

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109807 Einwohner, 10507 ha, davon 52 ha Weinbau und 2872 ha Wald

Ihre Gastgeber in Koblenz
  

Auf ihrem Vorplatz befindet sich ein sehenswertes Kuriosum der Geschichte: Hier ließ der französische Präfekt Jules Doazan zur Erinnerung an den Rußlandfeldzug Napoleons etwas voreilig einen Brunnen wegen dessen siegreichen Ausgangs errichten. Als dieser dann mit einer furchtbaren Niederlage Napoleons endete und Koblenz von Preußen und Russen befreit wurde, hatte der russische Stadtkommandant genug Humor, am 1.1.1814 sein "Gesehen und genehmigt" in französischer Sprache unter die eingemeißelte Lobpreisung Napoleons als Sieger zu setzen.

Gegenüber steht im Bereich der Landesstraßenbau-
verwaltung der kleine gotische Bau der St. Jakobuskapelle, heute altkatholische Pfarrkirche, ein Rest des ehemaligen von der Leyen'schen Hofes. 1355 wurde sie erbaut, 1589 umgebaut und 1966-68 restauriert.

Neben der Kastorkiche liegt der Pfarrhof.

Er wurde von jenem berühmten J. Cl. von Lassaulx erbaut, der in französischen Diensten stand, bevor er Baumeister bei der preußischen Verwaltung wurde.

Vom deutschen Eck führt das Peter-Altmeier-Ufer, benannt nach dem langjährigen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, mosel-aufwärts. Das Gasthaus Deutscher Kaiser wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Schöffen und erzbischöflichen Münzmeister Konrad von Lengefeld erbaut. Die nahe Balduinsbrücke überspannt auf römischen Fundamenten die Mosel und dient heute noch dem Verkehr. Mit ihr und der alten kurtrierischen Stadtburg kurz davor, die heute Abteilungen der Stadtbibliothek enthält, schließt die Altstadt ab.

Nahe bei, am Münzplatz, befinden wir uns wieder in der Altstadt und im Bereich des römischen Kastells, das sich von hier zur Mosel hin erstreckte; das römische confluentes war eher eine "Moselstadt", Koblenz ist heute eine "Rheinstadt". Am Münzplatz steht das Haus Metternich. Im 13. Jahrhunder befand sich hier der Hof derer von Bachem, im 15. Jahrhunder gehörte er denen von Eltz und 1699 kam er als Lehen an die Grafen von Metternich- Winneburg-Beilstein.

Hier wurde am 15.5.1773 Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich geboren; die bestimmende Persönlichkeit des Wiener Kongresses und der deutsch-österreichischen und europäischen Politik bis 1848. Von 1806-1816 befand sich hier die Rechtsfalkultät der Universität Mainz. 1976/77 wurde das kriegszerstörte Haus wieder aufgebaut und dient heute u. a. als Austellungshaus für Kunst.

Am Münzplatz befindet sich auch das alte Münzmeisterhaus, das 1763 nach Plänen des kurtrierischen Baumeisters Johannes Seiz errichtet wurde. Weiter zum Rhein hin stoßen wir in der Kornfortstraße auf das Dreikönigenhaus, das 1701 von dem Ratsherrn J.W. von Hauschild erbaut wurde. Es ist das Geburtshaus des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Emmerich Joseph von Breidbach-Bürresheim (1707-1774); seit seiner Wiederherstellung 1977 befindet sich hier die Stadtbibliothek. Durch die linksabbiegende Straße "Auf der Danne" wird von ihm das alte Krämerzunfthaus getrennt, wo sich auch die städtische Mehlwaage befand. Der älteste Bau hier war von 1582, der Neubau stammt von 1709. In der Straße "Auf der Danne" liegt auch das Pfarrhaus Liebfrauen. Hier ist seit 586 ein fränkischer Königshof nachgewiesen. 1018 war es erzbischöfliche Residenz und später Sitz des Hofgerichts. Seit 1775 ist es Pfarrhaus. Zeitweise befand sich hier das Priesterseminar für das kurfürstliche Niederstift, also die Landesteile des Trierer Kurstaates, die am Rhein lagen.


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