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Der Goloring oberhalb von Kobern ist eines der ältesten Heiligtümer unserer Region. Er entstand in der Hallstattzeit (1200-600 v. Chr.) und ist ein Zeugnis für die lange, kontinuierliche Besiedlung des Moselraumes. In Kobern fanden sich keltische Reste und in der Römerzeit stand hier ein wichtiges Kastell, in dem z. B. der Feldherr Germanicus samt Familie (Sohn Caligula wurde später Kaiser) zeitweise lebte.
Ein Schüler des heiligen Maximin, der heilige Lubentius betreute schon im 4. Jahrhunder eine frühchristliche Gemeinde in Kobern. Seine Gebeine wurden später hier aufbewahrt und verehrt. Noch wichtiger für den Ort war allerdings der Kopf des Apostel Matthias, den der Kreuzritter Heinrich II. von Isenburg-Kobern in Damiette in Unterägypten entwendet und 1221 mitgebracht hatte.
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Für diese Reliquie wurde eine spätromanische Kapelle errichtet, die in Grundriss und Form deutlich vom Orient beeinflusst ist.
Sie liegt hoch über dem Ort auf dem Berggrat, den unterhalb noch weitere Ruinen (Unterburg) schmücken. Im Ort selbst ist vor allem der Marktplatz mit den umliegenden Gassen sehenswert. In der Kirchstraße 1 steht das wahrscheinlich älteste erhaltene deutsche Fachwerkhaus aus dem Jahre 1321.
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