DIE MOSEL

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Ediger-Eller

 

Gemeinde Ediger-Eller, Verbandsgemeinde Cochem-Land, Kreis Cochem-Zell,
Gesamtgemeinde: 1234 Einwohner, 1913 ha, davon 189 ha Weinbau und 1246 ha Wald
 

 

 

Ediger

 

 

Die frühesten Siedlungsspuren stammen aus der jüngeren Steinzeit, aber die ersten bedeutenden Siedler waren Kelten, die auch dem Ort den Namen gaben: Ediger = ethegreia = Sandufer. Ediger wurde erstmals 639 n. Chr. unter König Dagobert I. erwähnt. Im frühen Mittelalter stand es im Schatten des damals größeren Eller, gewann dann aber im Hoch- und Spätmittelalter an Bedeutung und wurde 1363 von Kaiser Karl IV. zur Stadt erhoben. Es durfte mit Mauern und Gräben befestigt werden, Markt und Gericht abhalten und mit den Rechten und Freiheiten der Stadt Cochem ausgestattet werden. Die Befestigungen wurden gebaut, Gericht und Markt eingerichtet, aber sonderbarerweise wurde der letzte Schritt zur Stadterhebung nicht getan, Ediger blieb Dorf. Dennoch war es in den folgenden Jahrhunderten sicher der bedeutendste Ort im Umkreis und auch von entsprechendem Reichtum. Davon zeugen noch heute die vielen, zum Teil sehr schön erhaltenen Fachwerkhäuser aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert, die hier in so großer Zahl freigelegt sind, wie in nur wenigen Moselorten.
So wurde Ediger-Eller 2010 mit der Goldemedaille im Bundeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« ausgezeichnet.
  Glücklicherweise ist auch die alte »Stadt«-Befestigung nur an der Moselseite abgerissen worden und umzieht auch heute noch den Ortskern. Zwei Ecktürme der Ringmauer stehen an der Moselweinstraße, bis dahin reichte einst der Fluss.
Besonders reizvoll ist die Lage der Pfarrkirche St. Martin halb über der Befestigung und dem erhaltenen Bogen des Peterstors, das den bergseitigen Zugang zum Ort schützte. Der gotische Schieferturmhelm ist der am reichsten verzierte in Europa. An der reich ausgestatteten Kirche mit asymmetrischem Grundriss und raffiniertem Gewölbe beginnt auch der Kreuzweg zur Kreuzkapelle hoch über dem Ort auf dem Ediger Berg. Dort steht als Inbegriff moselländischer Frömmigkeit das Reliefbild »Christus in der Kelter« von Ende des 16. Jahrhundert.
Der Kulturweg der Religionen ist ein ca. 6 km langer Rundwanderweg der Informationen von anderen Religionen näherbringt. Unter anderem führt er zur Synagoge in Ediger, die als Haus der Psalmen religionsübergreifend genutzt werden soll.

Flussabwärts von Ediger hat sich als letzter Rest der Lehmener Höfe ein Wohnturm erhalten.


nach Eller

 

 


 

 

Jährliche Feste:
Pfingstweintage: Pfingstsamstag bis Pfingstmontag
Wein- u. Heimatfest »Ediger Osterlämmchen« mit traditionellem »Stohlgang« am Montag:
2. Wochenende im August
Straßenweinfest: 2. Wochenende im September

Weinlagen:
Osterlämmchen, Elzhofberg, Feuerberg, Hasensprung

Informationen:
Tourist-Information
MOSEL-CALMONT-REGION
Pelzer Straße 1
56814 Ediger-Eller
Tel.: 02675-1344
Fax: 02675-1643
Mail: info@ediger-eller.de
 
 
 

 


 

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