StartseiteOrtslisteÜbersichtskarteVeranstaltungenGastgeberverzeichnisBettenbörse


Bauen im Moseltal
Akzentsetzung im Detail 3



Die Qualität dieser Fassade einer einfachen Scheune aus einem Dorf an der Obermosel beruht auf der spannungsvollen Ordnung von drei sehr kleinen und einer sehr grossen Öffnung. Die schmalen Lüftungsschlitze stören die Flächigkeit der gemauerten Gebäudefront nicht, sie markieren jedoch das ordnende Bezugsnetz, in das alle Öffnungen eingebunden sind.


Natürlich entwickeln sich die Fenster mit dem Fortschritt der Herstellungstechnik. Die Möglichkeit der Beschlagskonstruktion und die der Glasproduktion spielen eine wesentliche Rolle. Somit ist es selbstverständlich, daß das Fenster der Stilepoche des Gebäudes entsprechen muss - in der Regel:
im Barock: zweiflüglig mit kleinteiligen Scheiben zwischen den Sprossen ab dem Klassizismus werden Oberlichtflügel eingebaut, jedoch als Drehflügel. Der Hauptteil des Fensters bleibt zweiflüglig, jeweils mit Sprossenteilung.


Aus dem Lothringischen kommend, findet sich das Motiv des liegenden Fensters, das direkt unter der Traufe angeordnet, der Belichtung und Belüftung des Dachraumes dient, vielfach in den deutschen und luxemburgischen Dörfern der Obermosel.
Ein typisches Fenster des Expressionismus aus der Zeit der 20er Jahre. Die liegenden Scheibenformate und das Gesims greifen Proportionen des Hauses auf und führen sie im kleinen Maßstab des Fensters weiter.


weiter


zurück zur Startseite Mosel-Reiseführer

zurück zur Startseite Bauen im Moseltal